Sehenswertes & Baudenkmale

Historische Baudenkmäler

Schloss

Das in einem Zuge mit der Stadtbefestigung errichtete Wohnschloss wird um 1350 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Seit Gründung der Hohen Schule wurde das Schloss auch immer wieder für akademische Zwecke und Dienstwohnungen von Professoren genutzt.

Heute ist das immer noch bewohnte Schloss im Besitz der Ev. Kirche Hessen-Nassau und beherbergt mit dem Theologischen Seminar eine Nachfolgeinstitution der Hohen Schule. Zudem befindet sich in seinen Mauern eine bedeutende historische Bibliothek.


Evangelische Stadtkirche

Die sehenswerte Stadtkirche kann durchaus als ältestes Gebäude Herborns bezeichnet werden, da sie einst Zentrum eines großen Kirchspiels war, das auch den Hohen Westerwald umfasste (dokumentarische Ersterwähnung von Herborn: 1048).

Von den ehemals drei Türmen ist seit dem 19. Jahrhundert nur noch der Glockenturm erhalten geblieben. Im Inneren finden sich von Gotik, Renaissance bis Barock die unterschiedlichsten Baustile. Interessant sind auch Grabdenkmale bedeutender Professoren der Hohen Schule sowie der Sarkophag der Fürstin Isabella Charlotte von Nassau-Dillenburg.

Besichtigungen vom 1. Mai bis 3. Oktober jeweils dienstags, samstags und sonntags zwischen 14 und 16 Uhr sowie auf Anfrage beim Gemeindeamt (Kirchberg gegenüber Kirche, Tel. 02772/3337) und jederzeit im Rahmen der klassischen Stadtführung.


Die Hohe Schule wurde 1584 von Graf Johann VI. Nassau-Katzenelnbogen begründet, einem Bruder Wilhelm von Oraniens (kämpfte für die Befreiung der Niederlande, Begründer des heutigen Königshauses).

Zeitweise war die Hohe Schule die einzige Akademie der reformierten (calvinistischen) Konfession in Deutschland und zog in der Zeit ihres Bestehens eine Elite von ranghohen Professoren sowie Studenten auch aus vielen Nachbarländern an. Bis 1817 studierten an dieser Bildungsstätte fast 5.700 junge Menschen.

Stadtmuseum in der Hohen Schule

Tauchen Sie ein in die Geschichte unserer Stadt. Handwerk, Handel, Wohnkultur und Bildung der Studenten und Professoren von einst werden wieder lebendig und von wechselnden Ausstellungen unterstützt.

Öffnungszeiten: Mi., Do. Sa., und So., jeweils von 13-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Informationen zu Eintrittspreisen, Führungen und Sonderausstellungen unter www.museum-herborn.de. Tel. 02772/573810


Historisches Rathaus

Auf dem ehemaligen Buttermarkt – heute einfach Marktplatz genannt - befinden sich schmucke Bürgerhäuser, frühere Kaufmannshäuser und mit dem Haus Markt 1/2 ein Barockbau mit Mansarden-Dach.

Das Rathaus mit seinem markanten Uhrturm (Ursprungsbau 1589, nach Stadtbrand 1626 neu errichtet), einst Sitz der Räte, des Gerichts und der Stadtwaage, beherbergt bis heute die Stadtverwaltung. 1994 wurde es durch einen Anbau ergänzt. Bemerkenswert ist die umlaufende Wappenborte (Nachbildungen von 1914), die neben dem Stadtwappen auch Wappen wichtiger Herborner Familien aus der Errichtungszeit des Rathauses darstellt.


Fachwerk und Stadtbefestigung

Herborns malerisches Flair basiert auf einem geschlossenen historischen Stadtbild mit vielen mehrstöckigen Fachwerkhäusern, die noch die Pracht der Handels- und Hochschulstadt der vergangenen Jahrhunderte atmen.

Einige Schmuckstücke in der Altstadt sind die Alte Färberei (Mühlbach 5/7), das Scharfrichterhaus (Schmaler Weg), das Älteste Wohnhaus von 1445 (Mühlgasse 5) und das "Haus Bast", das Eckhaus auf dem Kornmarkt mit plastischer Löwenstrebe.

Weitere Anziehungspunkte sind die Marktplätze wie zum Beispiel der "Holzmarkt". Sehenswert sind auch die Reste der Stadtmauer mit den Stadttoren "Steinerne Pforte" und "Neue Pforte" (Leonhardsturm), sowie die erhaltenen Türme "Hexenturm", "Bürgerturm", "Speckturm" und "Dillturm".

In unserem Flyer "Die Altstadt entdecken" sind drei Touren-Vorschläge eingearbeitet, auf denen besonders viele Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Diesen Flyer finden Sie unter der Rubrik "Informieren und Planen".